Saison 2018/19. Die Welt Zwischen den Welten // The World Between Worlds

Season 2018/19: Berliner Philharmoniker

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Und da ist sie. Die lang erwartete Saison. Die Welt zwischen den Welten. Was macht das beste Orchester der Welt, wenn es keinen Chefdirigenten hat? Natürlich ganz viele Gastdirigenten einladen, aber das Programm auch auf den neuen Chef ausrichten. Es gibt viel Russisches, viel Klanggewaltiges. Intendantin Andrea Zietschmann hat nun die neue Saison in Berlin vorgestellt.

Kirill Petrenko ist natürlich wieder da, als zukünftiger Chef gibt er nächste Saison gleich zwei Visitenkarten ab, beide haben es in sich. Petrenko übernimmt zunächst die traditionelle Festspieltournee: In Berlin wird die Saison eröffnet, dann geht es wie gewohnt über Salzburg, Luzern und London durch Europa.

Besonders interessant ist, dass Petrenko nicht in die tiefe Repertoirekiste greift, sondern in beiden Programmen fast ausschließlich Klassiker spielt. Die Festspieltournee bestreitet er mit Richard Strauss Don JuanTod und Verklärung, sowie einem der großen Gassenhauer, Beethovens Siebter. Im zweiten Programm hören wir dann die nächste Tchaikowsky Symphonie unter Petrenko. Nach der überaus erfolgreichen Pathetique vor zwei Jahren folgt nun die Fünfte. Dazu gibt es in der ersten Konzerthälfte in einem Konzert (als einzige wirkliche Rarität) Patricia Kopakchinskaja mit Schönbergs Violinkonzert zu erleben. Im anderen Konzert feiert dann kein geringerer als Lang Lang seine philharmonische Rückkehr, nachdem er für die letzte Asientournee Sir Simon Rattles absagen musste. Mit ihm gibt es Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 in c-moll, welches Petrenko schon mit den Philharmonikern und Lars Vogt am Klavier aufgeführt hat. Das Tchaikowsky-Programm wird auch im Rahmen der Osterfestspiele Baden Baden zu hören sein.

Zu den hochkarätigen Gastdirigenten. In dieser Saison gibt es natürlich keine Stücke, die für den Chef reserviert sind. Es gibt ja keinen Chef. Also können hier endlich die Großen der Klassik mit dem besten Orchester der Welt wirklich machen, was sie wollen. Beginnen wir mal mit den Veteranen.

Riccardo Muti legt los und dirigiert bei den Osterfestspielen Baden Baden eines der schönsten Werke der Vokalmusik, Verdis Messa de Requiem. Elina Garança, Francesco Meli, Ildar Abdrazakov und Vittoria Yeo sind die hochkarätigen Solisten. Es singt der exzellente Chor des Bayrischen Rundfunks.

Eines der wohl schönsten Konzerte der Saison dirigiert Mariss Jansons im Januar. Der erfahrene Lette paart Strauss’ Klassiker Also Sprach Zarathustra mit Wagners Rienzi-Ouvertüre. Dazwischen kehrt, nach siebenjähriger Abwesenheit, Jewgenij Kissin zu den Berliner Philharmoniker zurück. Er spielt Liszts hochpopuläres Klavierkonzert Nr. 1 in Es-Dur. Mahlzeit.

Was soll Bernard Haitink auch machen außer Bruckner? Es gibt die wunderschöne Siebte, neben der Vierten Bruckners wohl populärste Symphonie. Daneben Mozarts letztes Klavierkonzert, K 595, mit Paul Lewis am Klavier. Auch Marek Janowski dirigiert ein reines Bruckner-Programm mit der Sechsten Symphonie sowie der Messe Nr. 2 in e-Moll mit dem famosen Rundfunkchor Berlin.

Nach hoffentlich gut überstandener Operation kommt Zubin Mehta im Februar wieder zurück, der bayrische Shooting-Star Martin Grubinger bringt seinen Schlagzeugact Speaking Drums von Eötvös sowie Intégrales von Varèse in die Philharmonie. Danach dirigiert Mehta Rimsky-Korsakows Klassiker Scheherazade. Mal schauen, welcher der philharmonischen Konzertmeister da den anspruchsvollen Solopart übernimmt.

Daniel Barenboim kehrt ebenfalls nach einigen Jahren Pause ans Dirigentenpult der Philharmoniker zurück, mit einem eher klassischen Programm. Eine von Haydns Londoner Symphonien, Radu Lupu als Solist in Beethovens Klavierkonzert Nr. 4 in G-Dur und Schumanns Vierte bilden Barenboims erstes Programm. Dazu dirigiert Barenboim das Silvesterkonzert mit Mozarts Krönungskonzert und Orchesterstücken von Maurice Ravel.

Der ewige Herbert Blomstedt ist wieder da, mit Yefim Bronfman gibt es Beethovens Klavierkonzert Nr. 2 in B-Dur, das haben die Philharmoniker auch schon lange nicht mehr gespielt. Und ganz neu im philharmonischen Repertoire ist Wilhelm Stenhammars Zweite Symphonie, die Blomstedt in der zweiten Konzerthälfte dirigiert.

Natürlich gibt sich auch Sir Simon Rattle die Ehre. Die Familie ist ja in Berlin geblieben, ende März gibt es zwei Programme unter dem ehemaligen Chef. Ein Saisonhighlight wird ganz sicher die Wiederaufnahme der Johannes-Passion von Peter Sellars. Dazu gibt es ein hochinteressantes Solistenkonzert Helmut Lachenmanns: My Melodies für acht (!) Hörner und Orchester gefolgt von Schumanns Zweiter.

Dazu werden vor allem Beziehungen zur jüngeren und mittleren Generation gepflegt. Dudamel, Harding, Nelsons, alle sind sie wieder da. Schauen wir mal rein.

Alle drei dirigieren Mahler-Sinfonien. Nelsons dirigiert die Zweite, Dudamel die Fünfte, Harding die Erste. Gustavo Dudamel nimmt das Orchester mit auf Tournee nach Asien: Mit Werken von Bernstein, Schostakowitsch und Mahler geht es einmal mehr nach China, dazu Taipeh, Tokyo und (zum ersten Mal) Bangkok. Daniel Harding dirigiert neben Mahler Bergs Drei Brüchstücke aus Wozzeck mit Dorothea Röschmann und die Fünfte von Bruckner. Wie Harding es letzte Saison also bereits angedeutet hatte, “We are going back to the big stuff.” Außerdem dirigiert Harding eine kleine Europatournee im Mai, darunter das alljährliche Europakonzert aus dem Musée d’Orsay in Paris.

Yannick Nezet-Seguin bekommt ebenfalls die Möglichkeit, mit den Philharmonikern eine Europatournee zu dirigieren, mit werken von Debussy und Prokofieff geht es unter Anderem nach Breslau und Kattowitz. In beiden Städten haben die Philharmoniker seit Jahrzehnten nicht gastiert.
Auch Tugan Sokhiev darf zwei Programme dirigieren. Ein ganz interessantes im Januar, mit Werken von Prokofieff, Rachmaninov und Borodin, wofür er extra aus Moskau seinen Chor des Bolshoi Theaters mitbringt. Außerdem dirigiert Sokhiev das Waldbühnenkonzert mit Werken von Ravel und Prokofieff.

Wenn wir schon von der jungen Generation sprechen, kein geringerer als Daniil Trifonov ist Artist in Residence. Neben vielen Kammerkonzerten (wo auch eine von Trifonovs eigenen Kompositionen aufgeführt wird) gibt er gegen Saisonende Skrjabins Klavierkonzert Nr. 2 in fis-moll, dazu dirigiert Nelsons Schostakowitschs Elfte.

Außerdem gibt es einige interessante Debuts zu bewundern: Der junge Michael Sanderling (Sohn des großen Kurt Sanderling) füllt eine lange klaffende Lücke im philharmonischen Repertoire mit Schostakowitschs Siebter “Leningrad”. Solocellist Bruno Delepelaire ist davor Solist in Haydns zweitem Cellokonzert. Außerdem debütieren Constantinos Carydis, der etwa die diesjährige Premiere der Zauberflöte bei den Salzburger Festspielen dirigiert mit einem interessanten Programm aus Mozart und Schostakowitsch, und der junge Tscheche Jakob Hrusa mit einem Programm mit Raritäten aus seiner Heimat.

Ach ja, und wer macht eigentlich Oper? Da haben wir ja auch keinen Chefdirigenten! Bei den Osterfestspielen 2019 dirigiert Daniele Gatti Verdis Meisterstück OthelloStuart Skelton singt die Titelrolle, Sonya Yoncheva ist Desdemona und Luca Salsi ist Jago. Musikalisch ist das sicher fantastisch, Skeltons Debüt als Othello an der English National Opera war umjubelt und hoch gelobt. Die Inszenierung von Robert Wilson dürfte wohl eher weniger spannend werden. Aber, warten wir ab.

So viele großartige Stars der Klassik kommen nächstes Jahr. Einer nicht. Ausgerechnet Christian Thielemann macht in der letzten Saison vor Petrenkos Amtsantritt einen Bogen um die Philharmoniker. Ist das ein neues Kapitel im Konflikt dieser beiden Dirigenten, den wir ja schon vom Konflikt um die Bayreuther Festspielleitung her kennen? Wird Thielemann seine Auftritte bei den Philharmonikern in den nächsten Spielzeiten zurückfahren, wo Petrenko hier nun den Chefposten übernimmt? Oder ist es einfach nur eine Philharmoniker-Pause, wie sie Andris Nelsons diese Saison einlegte? Hoffen wir mal, dass Thielemanns Abstinenz nur temporär ist. Mit etwa der Festpremiere zum 150. Geburtstag der Wiener Staatsoper (eine unter Anderem mit Evelyn Herlitzius und Nina Stemme besetzte Frau Ohne Schatten) und gleich zwei Bayreuther Produktionen (Tristan und der neue Lohengrin von Yuval Sharon) hat er dieses Jahr ja auch etwas mehr zu tun als sonst.

In Summe wird es also eine spannende philharmonische Spielzeit, viele großartige Musiker und noch bessere Musik erwarten Berlin!

Schaut auch gerne auf den anderen Posts meines Blogs vorbei! Es gibt weitere Konzertkritiken (Parsifal mit Barenboim an der Staatsoper, Trifonov und Jansons bei den Philharmonikern), Aufnahmekritiken (Kissin und Karajan, Barenboim und Du Pré) sowie meine Gedanken zu allen Neuigkeiten der Klassik! Lasst uns gemeinsam Spaß an der klassischen Musik haben!

// ENGLISH

Well, this is it. The long awaited-season. The world between worlds. We finally get to see what the greatest orchestra in the world can put up when there is no dominating chief conductor that conducts at least 50% of the concerts. What will they fill the gaps with? Now, in a press conference helmed by the orchestra’s new general manager Andrea Zietzschmann, we have the answers we were waiting for. Here it is.

Of course, Kirill Petrenko conducts several concerts, a lot more than in the previous seasons. First of all, Petrenko will be conducting the season opening and the following festival tour. The season will be opened in Berlin, followed by the well-travelled route to Salzburg, Lucerne and the Proms in London.

From a strategic point of view, it is surprising (and positive) that on the whole, Petrenko is going for classics of the repertoire next season. The festival tour features Don Juan and Death and Transfiguration by Richard Strauss paired with Beethoven’s Seventh. In the second program of the season, Petrenko will conduct his next Tchaikovsky symphony with the orchestra. Following an emphatic Pathetique two years ago, he will now conduct the fifth. The first half of that concert features (as the only rarity Petrenko has on this year) either Arnold Schönberg’s Violin Concerto with Patricia Kopakchinskaya or (in a long-awaited return) Lang Lang as the soloist in Beethoven’s Piano Concerto No. 3 in c-minor. Petrenko already conducted this work with the Philharmoniker and Lars Vogt as the soloist in 2009.

But now to the main event: The guest conductors. This season, there are no pieces that are reserved for the chief conductor, simply because there isn’t one. The all-time great conductors can truly do what they want with the orchestra this time around.
Let’s start with the veterans.

During the Baden-Baden easter festival, Riccardo Muti conducts one of his favourite pieces and indeed one of the most beautiful pieces in all of vocal music, the Verdi Requiem. Elina Garança, Francesco Meli, Ildar Abdrazakov and Vittoria Yeo feature as the soloists, accompanied by the excellent Bavarian Radio Choir.

One of the most beautiful programs of the season undoubtedly lies in the hands of Mariss Jansons, who is presenting the Richard Strauss classic Also Sprach Zarathustra paired with Wagner’s Rienzi Overture. In addition, the great Jewgenij Kissin will be making his Philharmonic return after an absence of eight years in Liszt’s Piano Concerto No. 1 in E-flat Major. What a feast that will be.

Bernard Haitink will be doing Bruckner, and that is always good news. He will be conducting the beautiful seventh, the most popular of Bruckner symphony besides the fourth. The Bruckner will be accompanied by Mozart’s final Piano Concerto K 595, with Paul Lewis at the piano. Another Bruckner program comes from fellow veteran Marek Janowski, featuring the Sixth Symphony as well as the Mass No. 2 in e-minor with the Rundfunkchor Berlin.

After a (hopefully) successful recuperation from his shoulder operation, Zubin Mehta returns together with the bavarian percussion shooting-star Martin Grubinger, who will be playing two virtuoso percussion pieces: Speaking Drums by Eötvös and Intégrales by Varèse. In the second half, Mehta will conduct Rimsky-Korsakow’s classic Scheherazade. It will be exciting to see which one of the Berlin Philharmonic’s concertmasters will play the solo for that one.

After several years, Daniel Barenboim will return to once again take up the conductor’s baton at the Philharmoniker. The first program is more classical with one of Haydn’s London Symphonies, Radu Lupu as the soloist in Beethoven’s Piano Concerto No. 4 in G Major and Schumann’s Fourth. It is actually Barenboim’s debut program as a conductor with the Philharmonic from way back when. Barenboim will also be conducting the New Year’s Eve concert featuring himself as the soloist and conductor in Mozart’s Coronation Concerto and orchestral pieces by Maurice Ravel.

The eternal Herbert Blomstedt returns to conduct Beethoven’s Piano Concerto No. 2 in B-flat Major with Yefim Bronfman as the soloist, a piece which the Philharmoniker have not played in some years. And at the age of 91 Blomstedt introduces a completely new piece to the Philharmonic’s repertoire in Wilhelm Stenhammar’s Second Symphony.

And, naturally, Sir Simon is back. Since his family has stayed in Berlin, he is conducting two programs with the Philharmoniker at the end of March which will raze the roof of the hall, no doubt. A season highlight for sure will be the return of Bach’s St. John Passion with Peter Sellars. In the second concert, Rattle will conduct Helmut Lachenmann’s My Melodies for eight (!) horns and orchestra, followed by Schumann’s Second Symphony.

The Philharmonic is also working to preserve relationships with conductors of both the younger and medium-aged generations. Dudamel, Harding, Nelsons are all back.

All three of the aforementioned gentlemen are conducting Mahler symphonies: Dudamel takes on the Fifth, Nelsons the Second and Harding the FirstGustavo Dudamel will also be taking the Philharmonic on tour to Asia: With works by Bernstein, Shostakovich and Mahler, the Philharmonic will be travelling to China, Taipeh, Tokyo and (for the first time) to Bangkok. Daniel Harding’s programs feature (besides the Mahler) Berg’s Three Pieces from Wozzeck with Dorothea Röschmann and Bruckner’s Fifth. As Harding already hinted at this season: “We are going back to the big stuff.” In addition, Harding will also be conducting a little European tour in May, which includes the annual European Concert. For 2019, the Berlin Philharmonic has decided on the Musée d’Orsay in Paris as the location to celebrate its birthday.

Another European tour falls to the capable hands of Yannick Nezet-Seguin. Works by Debussy and Prokofieff will accompany the orchestra to Wroclaw and Katowice, cities in which the Philharmonic has not performed for decades.
Tugan Sokhiev is another one of these lucky conductors who gets to conduct two programs. In January, he is bringing his very own Choir of the Bolshoi Theatre for an interesting Russian program with works by Borodin, Prokofiev and Rachmaninov. Sokhiev will also conduct the concert at the Waldbühne to close out the season with works by Ravel and Prokofiev.

Speaking of the young generation, none other than Daniil Trifonov is artist in residence next year. In addition to appearances in various chamber concerts (which will also feature one of his own compositions) he will play Skrjabin’s Piano Concerto No. 2 in f-sharp minor. After the interval Andris Nelsons will conduct Shostakovich’s Eleventh Symphony.

The season also features three interesting debuts: Michael Sanderling (son of the great Kurt Sanderling) conducts Shostakovich’s Seventh, “Leningrad”. Before the interval, principal cello Bruno Delepelaire will play the solo part in Haydn’s Second Cello Concerto. Another debutant is Constantinos Carydis, who is also conducting the premiere of the new production of The Magic Flute at this year’s Salzburg Festival. His debut features Mozart and Shostakovich, while the young Czech conductor Jakob Hrusa debuts with a program made up of rarities from his native country.

Oh, and what about opera? There is no chief conductor to conduct the Baden Baden Easter Festival, so what do you do? Well, Daniele Gatti is conducting Verdi’s masterpiece Othello with Stuart Skelton in the title role, Sonya Yoncheva as Desdemona and Luca Salsi as Jago. Musically, this should be a great production since Skelton’s debut in the role at the English National Opera was heaped with praise.

So many great stars of classical music are coming to the Philharmoniker next year. But what about that one conductor who is notably absent? Christian Thielemann conducted the Philharmoniker at least one (mostly twice) a year for the last 8-10 seasons. Now, in the last season before Petrenko takes office as chief conductor, Thielemann is nowhere to be seen. Is that another episode in the long ongoing conflict between the two great conductors, which we already saw coming up in the conflict on the running of the Bayreuth festival? Since Petrenko is dominating Berlin, will Thielemann be reducing his engagements with the Philharmoniker in future years? Or is this just a routine Philharmoniker-break for a veteran conductor, just like Andris Nelsons is doing it this season? Let us hope that Thielemann’s absence is only temporary. With the festive premiere celebrating the 150th birthday of the Vienna State Opera (a Frau Ohne Schatten starring Evelyn Herlitzius and Nina Stemme) as well as two productions in Bayreuth (the revival of Tristan as the new Lohengrin together with Yuval Sharon), Thielemann has a little more to do than usual next year.

All in all this will be an exciting new philharmonic season! I am looking forward to every single concert 🙂

Also, please have a look on the other posts of my blog! There are other great reviews of live performances (Parsifal with Barenboim at the Staatsoper, Trifonov and Jansons with the Berlin Phil), reviews of recordings (Kissin and Karajan, Barenboim and Du Pré) as well as my thoughts on all important news in classical music. Let’s have fun with classical music together!

 

 

2 thoughts on “Saison 2018/19. Die Welt Zwischen den Welten // The World Between Worlds

  1. Hallo,

    nur kurz eine Bemerkung. Das Violinkonzert von Schönberg ist nicht wirklich eine Rarität bei den Berliner Philharmonikern.

    Es wurde am 17. 2. 2018 von Michael Barenboim und Vasily Petrenko aufgeführt. Siehe DCH.

    Lang Lang ist offensichtlich leider nur auf den Turneen des Orchesters zu sehen.

    Ich bin nicht mehr die Jüngste (vielleicht erinnern Sie sich, ich saß in der magischen Parsifal-Aufführung in der Philharmonie

    vor Ihnen) und beschäftige mich noch nicht sehr lange mit klassischer Musik, aber der designierte Chefdirigent hat mich bisher

    nicht wirklich überzeugt.

    Das Motto der Staatsoper für die neue Saison “furchtlos” imponiert mir da schon eher.

    Mit freundlichen Grüßen

    Margot Rakau

    10178 Berlin Keibelstrasse 37

    Telefon: +49 (0) 30 24720240 Mobil: +49 (0) 151 22292760 E-Mail: margot.rakau@hotmail.de

    ________________________________ Von: Freshearsclassics/Frischeohrenfürklassik Gesendet: Donnerstag, 26. April 2018 21:38 An: margot.rakau@hotmail.de Betreff: [New post] Saison 2018/19. Die Welt zwischen Welten // The world between worlds

    Yannik Eisenaecher posted: “–SCROLL DOWN FOR ENGLISH– Und da ist sie. Die lang erwartete Saison. Die Welt zwischen den Welten. Was macht das beste Orchester der Welt, wenn es keinen Chefdirigenten hat? Natürlich ganz viele Gastdirigenten einladen, aber das Programm auch auf den n”

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    1. Sehr geehrte Frau Rakau,

      zuerst einmal vielen Dank, dass Sie sich melden. Es freut mich wahrhaftig sehr, dass Sie die Beiträge gelesen und einen Kommentar dagelassen haben. Über jeden weiteren werde ich mich auch in Zukunft freuen.

      Ich habe in der Tat die Aufführung des Schoenberg Violinkonzertes von Barenboim/ V. Petrenko in der DCH verfolgt. Es erschien mir deshalb für den Begriff “Rarität” angemessen, weil es vor dieser Aufführung zumindest in den zehn vorigen, von der DCH erfassten Spielzeiten nicht zu hören war.
      Dass Lang Lang nicht in Berlin mit dem Orchester auftritt, sondern nur auf Tournee in Baden Baden und Peking, ist in der Tat schade. Dafür meine ich aber, gastiert er mit dem zweiten Beethoven Klavierkonzert, der Staatskapelle and Daniel Barenboim in der nächsten Spielzeit dennoch in der Philharmonie. Generell wird die neue Saison der Staatsoper mit Sicherheit interessant. Die neue Zauberflöte von Yuval Sharon etwa, genauso wie Tcherniakovs neue Verlobung im Kloster. Ich werde auf jeden Fall eine Vorstellung von Patrice Chereaus Elektra besuchen, Ende Januar.

      Was Kirill Petrenko angeht, habe ich mir da selbst noch keinen Live-Eindruck bilden können. Das ändert sich diesen Juli, wenn ich seinen Parsifal in München höre. Es ist sein Stückdebüt, ich bin auf jeden Fall offen und gespannt. Sein Antrittsprogramm von 2016 mit Mozart und Tschaikowsky hat mir schon mal (obwohl nur in der DCH) sehr imponiert. Der Mozart war couragiert gespielt, da waren Leichtigkeit, Transparenz und schnelle Tempi. Was den Tschaikowsky anging, hat mir hier gefallen wie Petrenko mit dem Orchester gearbeitet hat. Großartiges Engagement, der Klang von den Starken Bässen wunderbar fundiert. Endlich zackige Tempi im dritten Satz. Und die Art und Weise wie sich Petrenko auf der Bühne bewegt, zeigt mir: Da ist Musik drin. Ich bin gespannt, wie sich Petrenko mit dem Orchester anfreunden wird; es wird ja auch für die Musiker eine Veränderung. Nächste Saison spielt er ja mit Strauss, Beethoven und Tschaikowsky einige Gassenhauer des Repertoirs, mal sehen wie er sich an diese populären Stücke heranwagt. In der Tat hat mir sein Mozart und Tschaikowsky-Programm etwas besser gefallen als das von vor wenigen Wochen mit Dukas, Prokofieff und Schmidt.

      Sicherlich stehen viele spannende Konzerte in der Philharmonie an, ich werde mit Sicherheit von einigen Berichten und würde mich freuen, wenn Sie mal wieder auf dem Blog vorbeischauen.

      Mit freundlichen Grüßen,

      Yannik Eisenaecher

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