Shot # 4: The Concertgebouw Debut. // Der vierte Shot: Das Concertgebouw Debut.

Mozart, Wagner, Strauss. Concertgebouw Amsterdam, Royal Concertgebouw Orchest, Cristian Macelaru, Radu Lupu, 16.6.2017.

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My first time in the Concertgebouw Amsterdam and with the RCO!

Well this turned out to be quite some concert. Even though Kirill Petrenko (designate chief conductor of the Berlin Philharmonic) bailed on us last minute.

Before the interval we heard a lifeless interpretation of Mozart’s Piano concerto in c-minor K 491 with Radu Lupu. I miss Petrenko’s creative genius at this point. Phrasing, tempi, dynamics; they all sound rather bland unter Cristian Mācelaru. Mozart may look and sound rather “simple”, but they are very difficult to play.

However after the interval it became a great evening in the acustically unique space that is the Concertgebouw.
Richard Strauss’ Death and Transfiguration, which is basically Strauss setting to music the fate of almost every Wagner heroine. A reference to Parsifal in the beginning, a waltz from Rosenkavalier and a finale that is somewhere between Tristan and Götterdämmerung make for a fantastic piece.
While Cristian Mācelaru does not shift the dynamics as brilliantly as Petrenko may have done, he carried the spirits of the music most authentically in his tempi.

And to finish off we got the source of the beginning of the final movement of Tschaikowsky Fifth. The Ouverture to Tannhäuser. Once again: You cannot get past Wagner, as the Wagnerians always rightfully argue.
All this time the Royal Concertgebouw plays with that special golden-brown sound: Not as dark as Berlin, not as transparent as Vienna. Their own, unique and world-class.

// DEUTSCH

Mein erstes Konzert im Concertgebouw Amsterdam!

Ein bemerkenswertes Konzert. Und das obwohl Kirill Petrenko, designierter Chef der Berliner Philharmoniker, uns aus “Krankheitsgründen” im Regen stehen ließ. Dennoch wurde es ein großer Abend in diesem akustischem Unikum. Insgesamt sind mir jedoch Akustik und Orchester in Berlin noch einen Tick bekannter (und erscheinen mir vielleicht auch deshalb besser?).

Mozarts Klavierkonzert K 491 c-Moll mit Radu Lupu bestätigt für jeden, der sich mit klassischer Musik ein bisschen auskennt: Schwer ist, was einfach erscheint. Das Klavierkonzert klingt unter Cristian Mācelaru reichlich inspirationsarm. Auch Radu Lupu, von dem man ja sonst so wundersame Sachen hört, kann diesen Karren leider nicht aus dem Dreck ziehen. Ich hätte es ihm sehr gegönnt, aber es gelingt nicht. Es klingt leider wirklich langweilig (Tempi, Phrasierung, Dynamik). Hier hätte ich mir das kreative Genie Petrenkos gewünscht.

Nach der Pause dafür zwei Kracher: Zuerst Richard Strauss Verarbeitung des Schicksals so ziemlich jeder weiblichen Hauptfigur Wagners, Tod und Verklärung. Ein herrliches Stück, selten gespielt und unterschätzt! Eine Referenz zu Parsifal hier, ein Waltzer aus dem Rosenkavalier da und das Finale eine Mixtur aus Tristan und Götterdämmerung. Cristian Macelaru dirigiert hier herrlich gefühlvoll. Zwar disponiert er die Dynamik nicht so perfekt wie es Petrenko wohl getan hätte, als Bayreutherfahrener Wagnerdirigent, aber dennoch ein ansehnliches Dirigat.

Darauf folgte die Antwort auf die Frage, wo Tschaikowsky den Beginn des 4 Satzes seiner Fünften her hat. Ich höre ihn ganz deutlich in den ersten Takten des Rausschmeißers, Wagners Ouvertüre zu Tannhäuser. Einmal mehr wird das Mantra der Wagnerianer bestätigt: An Wagner kommt man nicht vorbei.

Die ganze Zeit spielt das Royal Concertgebouw Orchest mit diesem berühmten goldbraunen Ton! Nicht so dunkel wie die Berliner, aber auch nicht so transparent wie die Wiener. Ein eigener, fantastischer Klang von Weltniveau.

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